Diagnostik für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Klarheit gewinnen durch fundierte Diagnostik. Damit wir gemeinsam die passenden Lösungen finden können, ist es wichtig, die individuelle Welt Ihres Kindes genau zu verstehen. Ich biete eine umfassende, wissenschaftlich fundierte Diagnostik an.

Vom Symptom zum Verständnis: Klarheit durch evidenzbasierte Abklärung.

Um Kinder und Jugendliche wirksam unterstützen zu können, müssen wir zuerst die Ursachen ihrer Belastungen verstehen. Eine umfassende Diagnostik mit anerkannten Testverfahren ermöglicht es uns, das Erleben und Verhalten Ihres Kindes wissenschaftlich belegt einzuordnen. Dabei geht es mir vor allem darum, Klarheit zu schaffen: Wir schauen gemeinsam auf die tieferliegenden Zusammenhänge, um ein echtes Verständnis für die Situation zu entwickeln.

Schwerpunkte sind unter anderem:

  • AD(H)S/ Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
  • Autismus-Spektrum-Störung
  • Leistungsdiagnostik (Intelligenz- und Begabungsdiagnostik)
  • Emotionale und sozial-emotionale Diagnostik


Im Anschluss an die Untersuchung erfolgt eine ausführliche Beratung, in der die Ergebnisse verständlich erklärt und mögliche nächste Schritte gemeinsam besprochen werden. Dabei kann es um therapeutische Maßnahmen, Fördermöglichkeiten oder weitere Unterstützung im schulischen oder familiären Kontext gehen.

Diagnostikspektrum

Die Frage, ob hinter einer ausgeprägten Unruhe, Verträumtheit und/oder Konzentrationsschwierigkeiten ein Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität steckt, lässt sich nicht mit einem einzelnen Test beantworten. In meiner Praxis führe ich eine umfassende multimodale Diagnostik durch, die verschiedene Bausteine kombiniert:
  • Klinische Anamnese: Ein ausführliches Gespräch über die Entwicklungsgeschichte und den Alltag Ihres Kindes.
  • Wissenschaftliche Testverfahren: Einsatz von anerkannten Konzentrations- und Aufmerksamkeitstests sowie Intelligenzdiagnostik.
  • Fremdeinschätzung: Einbezug von standardisierten Fragebögen für Eltern (und Lehrkräfte) und Grundschulzeugnisse, um das Verhalten in verschiedenen Lebensbereichen (Schule, Zuhause, Freizeit) zu verstehen.
  • Exploration/ Verhaltensbeobachtung: Ein vertrauliches Gespräch mit dem Kind oder Jugendlichen über das eigene Erleben und wahrgenommene Schwierigkeiten. Auch werden andere Belastungsfaktoren besprochen.
Dieses sorgfältige Vorgehen ermöglicht es uns, eine Aufmerksamkeitsstörung sicher von anderen Ursachen abzugrenzen und ein klares Profil der individuellen Stärken und Schwierigkeiten zu erstellen. So gewinnen wir die notwendige Klarheit, um gezielte und wirksame Unterstützungsmöglichkeiten zu planen.

Eine Leistungsdiagnostik (umgangssprachlich oft als ‚IQ-Test‘ bezeichnet) hilft uns dabei, ein objektives Profil der kognitiven Stärken und Herausforderungen Ihres Kindes zu erstellen. Dabei geht es nicht nur um einen Gesamtwert, sondern vor allem darum zu verstehen, wie Ihr Kind Informationen verarbeitet, wie es um sein logisches Denken bestellt ist und wo seine individuellen Begabungen liegen.

In meiner Praxis nutze ich hierfür wissenschaftlich anerkannte und aktuelle Testverfahren (wie z.B. den KABC II). Um wirklich aussagekräftige und verlässliche Ergebnisse zu erhalten, ist der Zeitpunkt der Untersuchung entscheidend. Eine Leistungsdiagnostik ist frühestens ab einem Alter von 5 Jahren empfehlenswert. Am aussagekräftigsten sind die Ergebnisse meist nach der Einschulung, da die Kinder dann bereits an strukturierte Aufgabenstellungen gewöhnt sind. Die Diagnostik liefert uns wichtige Hinweise bei Fragen zur Einschulung, bei vermuteter Hochbegabung oder zur Abklärung von Lern- und Leistungsschwierigkeiten.

Mein Ziel ist es, durch die Testergebnisse Druck aus der Situation zu nehmen und Ihnen eine klare Empfehlung für die bestmögliche Förderung Ihres Kindes zu geben. Wichtig ist mir auch, dass das Kind keiner Prüfungssituation ausgesetzt ist, sondern, dass es in entspannter und freundlicher Atmosphäre sein bestmögliches kognitives Potenzial abrufen kann.

Die Abklärung einer Autismus-Spektrum-Störung erfordert nicht nur spezialisierte Testverfahren, sondern vor allem viel klinische Erfahrung und ein feines Gespür für die individuellen Besonderheiten jedes Kindes. Durch meine langjährige Arbeit mit autistischen Menschen verfüge ich über eine tiefgreifende Expertise in diesem Bereich. Für eine fundierte Diagnostik kombiniere ich meine klinische Erfahrung mit den international anerkannten Goldstandard-Verfahren:
  • ADOS-2 (Diagnostische Beobachtungsskala): Eine spielerische oder gesprächsorientierte Untersuchungssituation, in der soziale Interaktion und Kommunikation im Fokus stehen.
  • ADI-R (Diagnostisches Interview): Ein ausführliches Gespräch mit Ihnen als Eltern über die frühe kindliche Entwicklung und aktuelle Besonderheiten.
  • Ganzheitlicher Blick: Um ein umfassendes Bild zu gewinnen, ist mir die Vernetzung wichtig. Mit Ihrem Einverständnis beziehe ich Berichte und Erfahrungen aus Schule, Kindergarten oder anderen begleitenden Einrichtungen mit ein.
Dieses Vorgehen ermöglicht es meist, eine klare Diagnose zu stellen und – was oft noch wichtiger ist – das Erleben Ihres Kindes tiefgreifend zu verstehen. So schaffen wir eine verlässliche Basis für die passende Unterstützung im Alltag.
Wenn das Lernen trotz Fleiß und Üben zur täglichen Belastung wird, stecken oft spezifische Teilleistungsstörungen dahinter. Wichtig zu wissen: Eine Lese- und Rechtschreibstörung oder Dyskalkulie hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun. Eine präzise Diagnostik hilft dabei, den enormen Schuld- und Leistungsdruck von Ihrem Kind zu nehmen. Mithilfe standardisierter Testverfahren untersuche ich gezielt die Lese-, Schreib- oder Rechenleistung im Vergleich zur allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit. Die Ergebnisse dienen als notwendige Grundlage für die Beantragung eines Nachteilsausgleichs oder Notenschutzes in der Schule sowie für eine gezielte lerntherapeutische Unterstützung. Das Ziel der Diagnostik ist es, die Stärken Ihres Kindes wieder sichtbar zu machen und den Weg für eine Schullaufbahn zu ebnen, die seinen tatsächlichen Fähigkeiten entspricht.
Hinter jedem Symptom steht ein Mensch mit seiner ganz eigenen Geschichte, seinen Gefühlen und seinen Beziehungen. Deshalb ist die Erfassung der emotionalen Belastung und eine bindungsorientierte Diagnostik in meiner Praxis kein isolierter Test, sondern – in mehr oder weniger großem Umfang – ein unverzichtbarer Teil jeder Abklärung. Grundlage meiner Arbeit ist mein tiefenpsychologisch fundierter und psychoanalytischer Blick. Das bedeutet für unsere Diagnostik:
  • Das Verstehen des Unbewussten: Wir schauen gemeinsam nicht nur auf das sichtbare Verhalten, sondern auch auf die zugrunde liegenden inneren Konflikte, Ängste und Wünsche des Kindes oder Jugendlichen.
  • Beziehungen als Schlüssel: Bindungserfahrungen prägen die Entwicklung. Wir betrachten sensibel, wie sich das Kind in seinen engen Beziehungen erlebt und wie sicher es sich in seiner Welt fühlt.
  • Ganzheitliche Wahrnehmung: Mithilfe von projektiven Verfahren sowie strukturierten Interviews erhalten wir Einblicke in die emotionale Innenwelt.
Dieser verstehende Zugang ermöglicht es uns, die seelische Dynamik hinter den Schwierigkeiten zu erkennen.