Häufig gestellte Fragen

Die Kosten für die psychotherapeutische Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. In einem ersten Gespräch klären wir die Indikation sowie den Behandlungsbedarf. Nach einigen Kennenlerngesprächen und dem Überprüfen der gegenseitigen Passung stellen wir gemeinsam einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse. Im Anschluss beginnt die Psychotherapie. Während der therapeutischen Sprechstunden und Probatorik kann auch eine umfassende Diagnostik stattfinden, die ebenfalls von den Krankenkassen übernommen wird. Im Anschluss besprechen wir die daraus resultierenden Empfehlungen.

Privat Versicherte sowie Beihilfeberechtigte sollten sich vorab bei Ihren Kostenträgern über die Kostenübernahme informieren. Ich rechne den 2,3- fachen Satz der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) ab und nutze die neuen Abrechnungsempfehlungen (Juli 2025).

Natürlich können Sie die Kosten für die psychotherapeutische Behandlung auch selbst tragen. Auch hier rechne ich nach der GOP ab.

Der Beginn einer Psychotherapie ist ein individueller Prozess, der mit einem vertrauensvollen Erstgespräch startet. In diesem ersten Kontakt klären wir gemeinsam Ihr Anliegen und ich prüfe, ob eine behandlungsrelevante Indikation vorliegt, bei der eine Psychotherapie die richtige Unterstützung bietet. An dieses Gespräch schließen sich zunächst einige Kennenlerntermine – die sogenannten probatorischen Sitzungen – an. Diese Phase ist besonders wichtig, um die persönliche Passung zwischen Therapeutin und Patient zu prüfen, da eine tragfähige Beziehung die wesentliche Grundlage für den Therapieerfolg darstellt.

Eine therapeutische Sitzung dauert 50 Minuten. Der zeitliche Gesamtumfang der Behandlung ist dabei sehr individuell und richtet sich nach dem persönlichen Bedarf; wir werden diesen im Verlauf der Therapie regelmäßig gemeinsam besprechen und abstimmen. Bei Kindern sind begleitende Elterngespräche vorgesehen, bei Jugendlichen bespreche ich mit den Jugendlichen in welchem Umfang die Eltern mit einbezogen werden. Wichtig zu wissen, ich unterliege der Schweigepflicht, weshalb die Elterngespräche dazu dienen die Elternebene zu reflektieren und nicht Therapieinhalte zu besprechen. Ab 15 Jahren ist die Zustimmung der Eltern zur Psychotherapie nicht mehr notwendig und die Eltern müssen darüber auch nicht zwingend informiert werden.

Es ist völlig normal, dass Kinder und Jugendliche Phasen von Unsicherheit, Trotz oder Traurigkeit durchlaufen. Unterstützung wird jedoch dann ratsam, wenn diese Zustände kein vorübergehendes Phänomen mehr sind, sondern den Alltag und die Entwicklung dauerhaft belasten.

Ein genauerer Blick ist besonders dann sinnvoll, wenn:

  • Leidensdruck besteht: Ihr Kind wirkt über einen längeren Zeitraum unglücklich, sehr ängstlich, zieht sich stark zurück oder wirkt ungewöhnlich gereizt.
  • Der Alltag beeinträchtigt ist: Die Schwierigkeiten führen zu massiven Problemen in der Schule, im Kindergarten oder belasten das Familienleben und Freundschaften dauerhaft.
  • Entwicklungsschritte stagnieren: Ihr Kind scheint in seiner emotionalen oder sozialen Entwicklung festzustecken oder verfällt in bereits überwundene Verhaltensweisen (z. B. plötzliches Einnässen).
  • Körperliche Beschwerden ohne Befund auftreten: Häufige Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen, für die der Kinderarzt keine organische Ursache finden kann.
  • Verhaltensänderungen auffallen: Wenn sich das Essverhalten, die Konzentrationsfähigkeit oder der Umgang mit Gefühlen (z. B. plötzliche Wutausbrüche oder Selbstverletzung) stark verändert.

Mein Rat: Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl als Eltern. Ein Erstgespräch dient dazu, gemeinsam zu klären, ob eine Behandlung notwendig ist oder ob bereits eine kurze Beratung und Einordnung der Situation Entlastung bringen kann.

Eine sorgfältige Diagnose entsteht durch Zusammenarbeit, wobei wir bewusst auf Zeitdruck und Leistungsanforderungen verzichten. Alles beginnt mit Ihrer Terminvereinbarung, gerne online über meine Homepage. Bereits in diesem ersten Schritt erhalten Sie digitale Formulare, die Sie in Ruhe zu Hause ausfüllen können, aber nicht zwingend müssen. Ich kann gut verstehen, dass sie beispielsweise nicht gleich die Lehrkraft mit Einbeziehen möchten. Wir können ihre Fragen gerne zuerst im Anamnesegespräch klären. Zum ersten Termin bringen Sie bitte zudem das gelbe U-Heft sowie – falls vorhanden – die Grundschulzeugnisse Ihres Kindes mit, da diese Dokumente oft wichtige Hinweise auf die frühe Entwicklung und den bisherigen Lernweg geben.

Das Erstgespräch findet bei jüngeren Kindern in der Regel ohne das Kind statt, damit wir offen über alle Sorgen und die Entwicklungsgeschichte sprechen können. Bei Jugendlichen ab etwa 14 Jahren ist es mir jedoch wichtig, dass sie von Anfang an aktiv am Gespräch teilnehmen. Die darauffolgenden Diagnostiktermine gestalten wir sehr individuell. Mir liegt am Herzen, dass sich Ihr Kind bei mir sicher fühlt. Deshalb dürfen Sie als Eltern bei großen Teilen der Diagnostik gerne im Raum bleiben. Erst wenn Ihr Kind ausreichend Vertrauen gefasst hat und sein ausdrückliches Einverständnis gibt, führen wir einzelne Teile der Untersuchung alleine durch.

Ab dem Jahr 2026 werde ich im Bereich der Leistungsdiagnostik durch eine qualifizierte Kollegin unterstützt. Während sie die standardisierten Testverfahren durchführt, bleibt der ganzheitliche Blick auf Ihr Kind in meiner Hand: Ich lerne jedes Kind persönlich kennen und nehme mir Zeit für eine ausführliche Spiel- und Verhaltensbeobachtung. All diese verschiedenen Mosaiksteine – Ihre Berichte, die Testergebnisse und meine klinischen Beobachtungen – fließen am Ende in ein ausführliches Auswertungsgespräch ein, in dem wir gemeinsam die nächsten Schritte für Ihr Kind planen.

Die Online-Terminvereinbarung dient zur Entlastung meiner Praxisabläufe und zur besseren Koordinierung. Die Termine, die Sie hier vereinbaren, werden fest in meinen Praxiskalender eingetragen, weshalb es auch wichtig ist, dass Sie die Termine rechtzeitig absagen, um sie für eine andere Familie freizugeben. Auch werden wichtige Formulare bereits vorab zum Ausfüllen für Sie bereitgestellt. Die meisten Fragen lassen sich gut während eines Erstgesprächs klären, haben Sie vorab wichtige Fragen oder Anmerkungen können Sie mir gerne eine Mail schreiben. 

Die Gruppentherapie bietet einen besonderen geschützten Rahmen, um sich im sozialen Gefüge mit anderen auszutauschen und die eigenen Verhaltensmuster zu reflektieren. In der Regel bestehen meine Gruppen aus 5 bis 8 Mitgliedern. Der Fokus liegt hierbei auf der Interaktion: Im Kontakt mit den anderen Teilnehmern lassen sich eigene Reaktionen und Rollen in einem sicheren Umfeld beobachten und bei Bedarf behutsam anpassen. Die Gruppe dient dabei als Spiegel und Resonanzraum, der oft hilfreiche neue Perspektiven auf das eigene Erleben ermöglicht.

Wie bei der Einzeltherapie gibt es auch hier eine Kennenlernphase, in der die Gruppenmitglieder die gemeinsame Passung überprüfen können. Bei Therapiegruppen für Kinder findet die Unterstützung zudem auf zwei Ebenen statt: Begleitend zu den Terminen der Kinder werden regelmäßige Elterngruppen angeboten. In diesen Sitzungen geht es darum, die Elternebene zu reflektieren, sich über Erziehungsthemen auszutauschen und gemeinsam Wege zu finden, die Entwicklung des Kindes bestmöglich zu begleiten.